Donnerstag, 10. Juli 2014

killing fields

vor uns liegt eine längere tuktuk-fahrt vor die Tore von phnom penh. an einen Ort, den man gerne vergessen würde und doch wichtig ist sich daran zu erinnern: "killing fields".
die Geschichte der Kambodschaner ist leider nicht mit friede, Freude, Eierkuchen belegt sondern mit schrecken, leid, entsetzen und schmerz.
ich ziehe parallelen zu unserer deutschen Geschichte. ein mann, der seine macht ausnutzt und dabei viele menschen daran glauben müssen.


wikipedia:

Die Roten Khmer (Khmer ខ្មែរក្រហម Khmêr Khrôm [kʰmaːe̯ kʰɽom]; französisch Khmers rouges) waren eine maoistisch-nationalistische Guerillabewegung, die 1975 in Kambodscha an die Macht kam. Ihr Name leitet sich von der mehrheitlichen Ethnie Kambodschas, den Khmer ab. Die Roten Khmer wollten die Gesellschaft mit Gewalt in einen Agrarkommunismus überführen. Dieser Prozess umfasste auch die fast vollständige Vertreibung der Bevölkerung der Hauptstadt Phnom Penh und mündete in einem Massenmord an der kambodschanischen Bevölkerung, der weltweite Bekanntheit erlangte. Bis zum Ende ihrer Herrschaft 1978 fielen den Roten Khmer nach den verbreitetsten Schätzungen etwa 1,7 bis 2,2 Millionen Kambodschaner zum Opfer. Nach ihrer Vertreibung durch vietnamesische Invasionstruppen wurden die Roten Khmer erneut zu einer Untergrundbewegung und dabei zeitweise von verschiedenen, auch westlichen Ländern unterstützt, bis sie sich 1998 endgültig auflösten. Die wirksame juristische Aufarbeitung der Verbrechen während ihrer Herrschaft kam erst spät in Gang und dauert bis heute an.


Pol Pot (* vermutlich 19. Mai 1928[1] in der Provinz Kompong ThomKambodscha; † 15. April 1998 in Anlong Veng; eigentlich Saloth Sar) war ein kambodschanischer Massen- bzw. Völkermörder, kommunistischer Politiker, der Diktator Kambodschas (1975–1979) und bis 1997 der „Bruder Nr. 1“[2]der Roten Khmer. Als Folge seiner Herrschaft kamen zwischen 700.000 und 3,3 Millionen Kambodschaner ums Leben.

einige führende Länder, wie Australien, England, Deutschland etc. schenkten der Regierung hier sehr lange Anerkennung. Wie krass, das so lange keiner merkte, was wirklich in diesem land vor sich ging...

die killing fields sind sozusagen ein KZ. viele menschen wurden dort umgebracht und die Massengräber sind heute noch zu besichtigen. ich hätte nicht gedacht wie sehr mich das ganze emotional bewegt. vielleicht, weil ich die Kambodschaner schon so ins herz geschlossen habe.
im Anschluss trafen wir noch ein Kambodschaner-pärchen, die jetzt in den USA wohnen und von damals erzählten. das machte das ganze noch persönlicher. 

man merkt diese Geschichte sehr hier in der Kultur. dadurch, dass der Großteil der gebildeten mensch umgebracht worden ist, fehlt es hier überall an Bildung. das land war schonmal mehr entwickelt. 
trotz der ganzen geschichte sind die menschen hier total nett, höflich und freuen sich über vieles. sie lächeln. Kambodscha wird auch als ein asiatisches land beschrieben, mit den nettesten menschen. 
Freud und Leid liegt hier so dicht beieinander. 
Am morgen hatte ich noch Diskussionen bei Facebook verfolgt, wo es darum ging, dass die deutschen sich so über Fußball freuen, dass sie den Konflikt im nahen Osten nicht mehr sehen. "wie kann man sich da über Fußball freuen" "unsere jungs" "dieser euphorismus"...
aber wieso kann man sich denn nicht freuen dürfen? es wird immer schlimme dinge auf der erde geben, die man auf keinem fall aus den Augen verlieren darf. aber man sollte daraus lernen, sich über gute zeiten freuen dürfen und versuchen den menschen zu helfen, denen es nicht gut geht.
jeder kommt aus einem land, welches einem einen teil an Identität schenkt und es ist meiner Meinung nach kein Fehler sich dessen bewusst zu sein. es prägt uns und wir können das beste daraus machen und dazu gehört auch Freude über schöne dinge, solange man seine wurzeln kennt! :)
hiermit gedenke ich an all die, die damals grausam ihr leben hier lassen mussten, wegen menschen die macht besessen waren. 


massengräber
armbändchen als gedenken an die getöteten

an diesem baum wurden Kinder getötet, man fand haut, Blut und Gehirnfetzen daran...




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen