ich will mal versuchen einen kleinen eindruck von meinem leben in phnom penh zu schildern. gerade sitze ich auf unserer dachterasse, es ist 20 uhr Sonntagabend, es ist immer noch unglaublich warm und vereinzelt begegnet einem eine Mücke. Wochenende ist hier immer viel los. die ganzen voluntäre kommen dann vom land in die Stadt und dann ist das voluntärshaus proppe voll. somit wird immer viel unternommen. heute wurden ein paar märkte abgeklappert und es gab einen kleinen Spaziergang an der riverside. nachdem zwei abende hintereinander viel Programm herrschte, gingen wir alles etwas ruhiger an :)
die meisten voluntäre sind hier erst so 20 Jahre alt und haben gerade erst ihr Abi gemacht. fühl mich hier teilweise wie ihre Mutti :D
morgen geht es dann wieder los mit arbeiten. ich stehe meistens so gegen 8 auf. dusche (!!) und mach mich dann mit dem fahrrad auf den weg zum Kinderheim. auf dem weg hole ich mir meistens noch eine kokos-sesam-waffel zum frühstück. die fahrt dauert so 15 min. meistens fahr ich nicht zu schnell, sonst bin ich den ganzen tag nur noch am ölen, was man sowieso schon ist. die tage sollen es um die 38°C werden.
Im Kinderheim geht es dann los mit englischunterricht. ich hab zwei Gruppen mit jeweils 5 Kindern. die sind so zwischen 11 und 16 Jahren. meistens reden wir ganz viel über die verschiedensten Themen. das klappt echt schon ganz gut :)
gegen 11 uhr sind wir dann fertig und es gibt mittag essen. reis mit sonstigem.
im Kinderheim gibt es morgens, mittags, abends reis. letzte Woche gab es zum Beispiel mal Wasserlilie dazu. meistens schmeckt das essen echt gut, außer es gibt Fischsuppe, die mehr krähten als fisch besitzt.
nach dem Mittagessen machen die Kinder sich fertig für die schule. das heißt duschen, kämmen und schuluniform an. (dunkelblauer rock, weiße bluse- sieht super süß aus!)
dann hab ich zwei stunden Mittagspause. die khmers schlafen dann und wir gehen manchmal was trinken. danach werden dann dinge vorbereitet. die Kinder gehen immer einen Monat vormittags in die schule und danach den Monat nachmittags. demnach gestaltet sich dann unser Alltag dort auch.
um 5 uhr gibt es dann Abendessen und die Kinder kommen von der schule. es gibt dann meistens reis ;)
gegen 6/7 ihr trete ich dann meinen Heimweg an. meistens gehe ich dann noch einkaufen, koche etwas, genieße die dachterasse, putze oder schreibe e-mails.
also ein ganz normaler Alltag. dienstags fallen die englischklassen aus und wir gehen erst zum schwimmen und danach zu skateistan. (http://skateistan.de)
das macht beides echt spaß. die Kinder sind echt heiß darauf und man sieht ihnen den spaß an. auch wenn ich nicht verstehen kann, wie man bei dem Wetter soviel sport machen kann. ich bin nach einer minute klitschnass.
bei skateistan gibt es spezielle Trainer, die das training mit den kids übernehmen. eine stunde skaten und eine stunde Kunst oder etwas lernen über die Umwelt. die machen das echt gut und es ist spannend seine kids einfach mal beobachten zu können.
werde versuchen auch etwas mit zu skaten (kommt bei den kids gut an ;)), auch wenn es das Wetter kaum zu lässt. kann ja danach nicht heim gehen zum duschen.
ja und am Wochenende wird dann viel unternommen- grillen, märkte abklappern, was trinken gehen, tanzen, Sehenswürdigkeiten etc.
am Freitag waren wir zb. in einem latino-schuppen, wo salsa getanzt wurde. die Temperaturen lassen alles recht authentisch erscheinen. die raggae-bar weit über den dächern von phnom penh mit chilliger Musik, weitem blick und frischem wind rundeten den Abend ab.
ich fühle mich immer wohler hier, auch wenn ich einen schweren einstieg hatte. die Menschen hier sind echt super freundlich die Kinder nicht so frech wie meine Grundschüler und das Wetter tut trotz extremer Hitze auch einfach gut.
viele ekelige insekten habe ich zum glück noch nicht gesehen. es blieb dann bei kakerlaken und mini-dünne spinnen, die es bei uns in deutschland auch überall gibt. es gibt hier viele ratten, die ich aber auch noch nicht gesehen habe. auf dem land gibt es wohl recht große spinnen, worauf ich echt gespannt bin, denn mit spinnen habe ich es ja nicht so ;)
die kleinen geckos machen mir Freude. die sind einfach zu süß. auch einen sehr großen habe ich gesehen... nennt man die dann noch gecko?
es ist irgendwie spannend zu sagen, dass man hier gerade wohnt und man fühlt sich anders als einfach nur tourist zu sein, die mit ihren same same but different T-Shirt hier herum laufen. ich versuche immer mehr Wörter khmer zu lernen, was es mir erleichtern würde auf dem markt zu handeln oder auch mit den tuktuk-fahrern.
ich bin jetzt 1,5 wochen hier und diese zeit ging schon sehr schnell um. man erlebt hier immer viel. die Hitze und das Gewusel der Stadt machen einen immer sehr müde. nur leider wenn ich im Bett liege ist diese Müdigkeit verflogen. mir fällt es noch etwas schwer zu schlafen, da es entweder zu heiß, zu hart, zu laut (trotz ohropax) oder zu klebrig ist!
ich freu mich auf Mitte april. dort werde ich mit einer Volontärin (Susanna) für wahrscheinlich eine Woche ans Meer auf eine Insel fahren (koh rong). es ist dann khmer new year, weshalb wir uns frei nehmen müssen. unser Visum wird gerade verlängert, weshalb wir nicht ins Ausland gehen dürfen. aber erstmal Kambodscha bereisen ist für den Anfang wohl dann doch am ehesten angesagt.
p.s.: bitte verzeiht mir meine schlechte Schreibweise! ich schreibe alles klein, aus Faulheit... aber die autokorrektur korrigiert nur vereinzelt! beim zweiten durchlesen merkte ich auch meine vermehrte "dann" Nutzung, aber wie gesagt ich bin etwas schreibfaul und nehme die khmer-lebensweise an und chill jetzt mal mein leben und korrigiere es nicht! NOT HAVE. ahoi.


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